Schachvereinigung

Neuigkeiten

Verein

Vorstand

Vereinsleben

Spiellokal

Vereinsgeschichte

Mannschaften

Ehrentafel

Meilensteine

Schacherfolge

Vereinschronik

Das Schachspiel

Weizenkornlegende

Schachgeschichte

Regeln

Schach als Sport

   

| kontakt | links | home |  

Die Geschichte des Schachs  

Die Erfindung des Schachspiels und seine Verbreitung
Über die Erfindung des Schachspiels sind viele Fabeln im Umlauf. Geschichtlich feststehende Tatsachen besitzen wir nicht. Eine Anzahl von Anzeichen weisen ziemlich übereinstimmend darauf hin, daß unser Spiel im 6. Jahrhundert in Indien erfunden worden ist. In der alt-indischen Schachliteratur unter dem Namen Tschaturanga ein Spiel erwähnt, das in der Bretteinteilung und in der Aufstellung der Figuren mit unserm Schachspiel vollständig übereinstimmt.
Die wertvollsten Hinweise sind in dem Schahnahmeh  (Buch der Könige), dem berühmten Heldengedicht Firdusis (940-1021), enthalten.
Firdusi läßt das Schachspiel zur Tröstung einer indischen Königin, deren verstorbener Gemahl berühmter als Porus (326 v. Chr.) gewesen sei, erfinden. Gau und Thalhend, ihre beiden Söhne, haben einander den Besitz des Thrones streitig gemacht. Thalhend, der jüngere, ist in der Schlacht gefallen und die Mutter beschuldigt den älteren Sohn, daß er den Bruder erschlagen habe. Gau leugnet, aber die Mutter glaubt ihm nicht. "Zeige mir, wie Thalhend gestorben ist!" ruft sie ihm zu. Kannst du mir dies nicht überzeugend nachweisen, so verzehrt sich meine liebevolle Seele vor Schmerz". Die Weisen des Landes werden zusammengerufen. Sie bilden aus Ebenholz das Schlachtfeld nach und formen dazu zwei Armeen aus Teakholz und Elfenbein.

Die zweite Schacherzählung des Firdusi schildert, wie der persische König Chosroes 1.  (532-578), mit dem Beinamen Nuschirwan  (der Gerechte), eine indische Gesandtschaft empfängt. Sie bringt ihm außer einer Fülle der kostbarsten Geschenke ein wundervolles Schachbrett nebst den zugehörigen Figuren, und ihr Führer überreicht ihm dieses mit der Aufforderung, es den Weisesten seines Hofes vorzulegen. Wenn es ihnen gelingt, sagt er, die Regeln dieses schönen Spieles zu ergründen und die Aufstellung der Figuren sowie ihre Gangart anzugeben, so haben sie in der ganzen Welt an Weisheit nicht ihres Gleichen und der indische König sei dann bereit, jeden ihm auferlegten Tribut zu zahlen. Sollten aber die Weisen von Iran dazu nicht imstande sein, dann seien sie den Weisen des indischen Reiches nicht ebenbürtig; dann solle der persische König dem indischen tributpflichtig werden. Denn die Weisheit stehe höher als jedes andre Gut der Menschheit.
Firdusi berichtete weiter, daß die Weisen des persischen Hofes nach einer Bedenkzeit von 7 Tagen die Aufgabe lösen konnten.
 
Reform des Schachspiels.

Der reguläre Doppelschritt des Bauern setzte sich im 13. Jahrhundert durch. Bis zum Jahre 1450 gab es keine einheitlichen Spielregeln des alten Schachs, obwohl es von Persien bis Spanien und Frankreich überall gepflegt wurde.
In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erfolgte mit der Einführung der langen Kreuz- und Querzüge der Dame und Läufer die entscheidende Änderung im Schachspiel. Konnte die Dame bisher nur ein Feld schräg weiter rücken, so durfte sie jetzt schräg oder wagerecht über das ganze Brett ziehen. Die Läufer, seither auf den Zug ins dritte Feld beschränkt, durften sich jetzt weitausholend auf der ganzen Diagonale bewegen.
Die Rochade, die um 1550 aufkam, erreichte in Europa erst Ende des 19. Jahrhunderts ihre heutige gültige Form.
Klagen und Mißstände über zu langes Nachdenken bei den einzelnen Zügen, besonders in kritischen Situationen, wurden ab dem 19. Jahrhundert immer lauter. Nicht selten dauerten die Partien bis zu 15 Stunden. Howard Staunton, der verdienstvolle Organisator des ersten internationalen Turniers in London 1851 führte Normen über den Verbrauch der Bedenkzeit ein.

Die Organisationen im Schach

In der Geschichte des Schachspiels bedeutet das erste Schachturnier in London 1851, an dem sich Spieler aus mehreren europäischen Ländern und aus Amerika beteiligten, einen Markstein. Es wurde aus Anlaß der Kunst- und Gewerbeausstellung in London organisiert..
Der Deutsche Schachbund wurde im Jahre 1877 in Leipzig gegründet. Anlaß war die Feier zum 50jährigen Schach-Jubiläum von Adolph Anderssen. Das dabei abgehaltene Turnier in Leipzig war die Gründungsfeier.
Bis zum Jahre 1924, als in Paris der Weltschachbund (FIDE) gegründet wurde, fanden Weltmeisterschaftszweikämpfe auf privater Ebene statt. Zunächst richtete der Weltschachbund aber nur die Olympiaden aus, also Mannschaftsweltmeisterschaften, die alle zwei Jahre stattfinden. Erst 1945 nahm die FIDE endgültig die Organisation der Weltmeisterschaften in die Hand. Das Reglement ist bis heute Modifikationen unterworfen.

 

 
   

 

 © 2006 by Herbert Quirin •  hquirin@aol.com